Immobilientrends 2012 - E-Mobilität noch kein Thema

Der deutsche Immobilienmarkt befindet sich seit der Wirtschaftskrise im Aufschwung. Hauptgründ dafür ist, dass Verbraucher und Anleger das Vertrauen in Wertpapiere verloren haben und nach Absicherungsarten suchen, die auf realen Werten basieren. Zu den logischen Folgen dieser Entwicklung zählen steigende Immobilienpreise und höhere Mieten. Dies gilt jedoch nur eingeschränkt für den gesamten Markt. Vor allem die Lage der Immobilie wirkt sich stärker auf ihren Wert aus. Der mittelfristige Trend zu erhöhter Standortunabhängikeit im Bereufsleben durch E-Mobilität macht sich noch nicht bemerkmar, wodurch sich für Käufer mit Eigenbedarf interessante Möglichkeiten eröffenen.

Ungebrochen ist der Trend in Richtung der Innenstädte, vor allem bei Investoren und Anlegern. Junge Familien bleiben häufiger den Stadtzentren, auch ältere Menschen zieht es zunehmend vom in die Stadt. Kürzere Wege zum Arbeitsplatz, zum Arzt oder zum Kindergarten sind die am häufigsten genannten Gründen. Die stärkere Nachfrage führt zu einer Verteuerung von Mieten und Kaufpreisen und zu einem wachsenden Preisgefälle zwischen renditestarkten Innenstädten, Vorstädten, Speckgürteln und ländlichen Gegengen. Profitieren können von dieser Entwicklung vor allem Menschen, die eine Immobilie für den Eigenbedarf in ländlichen Gegenden suchen.

Dies gilt insbesonders für die teuren Metropolen München, Frankfurt am Main und Hamburg, wo sich das Preisgefälle derzeitig weiter verschärft. In der Innenstadt von Frankfurt - der zweitteuersten deutschen Stadt - etwa stiegen die Quadratmeterpreise seit 2011 von 11,50 auf 11,94 Euro, wogegen auf Landkreise im städtischen Einzugsbereich spezialisierte Vermittler die gleichen Preise wie im Vorjahr vermelden (April 2012). Der zur Zeit rasant vorangetriebene Ausbau schneller Glasfasernetze, der die Interentanbindung ländlicher Gegenden deutlich verbessern wird, änderte an dieser Entwicklung bisher nichts. Allerdings können zukunftsbewusste Anleger hier bereits den (über)nächsten Trend vorausahnen: über das Internet lässt sich zukünftig auch fernab der Großstädte arbeiten, lernen und einkaufen, langfristig wird E-Mobilität daher auch den Immobilienmarkt beinflussen und verändern. Rechtzeitig getätigte gezielte Investionen in ländlichen Räumen mit guten Aussichten auf eine mittelfristige Glasfaseranbindung sind daher durchaus eine gute Strategie.

Trotz der teilweise markanten Wertzuwachsraten für Immobilien sehen Experten keine Spekulationsblase heraufziehen - der Standort DJahrelang wurde in Deutschland eher zu wenig als zu viel gebaut. Dieses Defizit schlägt sich nun auf die Preise nieder, die nach einer lange anhaltenden Stagnation erst seit 2009 anziehen. Dazu kommt, dass die Zahl der Beschäftigten in den letzten Jahren gestiegen ist und somit mehr Geld für den Hauskauf vorhanden ist. Schliesslich sind die hohen Mieten sind mitverantwortlich für eine regere Nachfrage nach Eigentum und Finanzierungsmöglichkeiten. In der Summe sorgen diese Faktoren dafür, dass Immobilienfonds Deutschland im internationalen Vergleich grundsätzlich als Investitionsstandort mit erhöhter Sicherheit einschätzen und davon ausgehen, dass der Wertzuwachs für attraktiv gelegene Immobilien konstant bleibt. Und für Direktinvestitionen gilt das natürlich ebenso.

 

 

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